Eine etwas andere Schulstunde!


                             

 

                                

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

         

Diese Frage stellten 52 Erstklässler der Joss-Fritz-Haupt-Grund-Werkrealschule ihren Lehrerinnen Frau K. Hübsch und Frau S. Herkert. Ein Glück, dass der Hausmeister der Grundschule ein Rassekaninchenzüchter ist.
So konnte Fredi Liebgott, Mitglied des KZV Forst, Natur pur in das Klassenzimmer bringen. Wie ein Zauberer brachte er aus seiner geräumigen Transportkiste verschiedenfarbene Kaninchen hervor. Farbenzwerge weisgrannen schwarz, Kleinsilber gelb und einen Zwergwidder rotauge in weis. Sogar 22 Tage alte Kleinsilberbabys konnte er uns näherbringen bzw. durften angefasst und gestreichelt werden. Die äußerlichen Merkmale wie Zähne, Krallen, Fell, Löffel, Pfoten und die Blume (Schwänzchen) wurden genau untersucht. Das Gewicht der Kaninchen, konnte mittels einer Waage auch ermittelt werden. Herr Liebgott erzählte uns, dass Kaninchen nach einer Tragzeit zw.28 und 31 Tagen die jungen Kaninchen nackt und blind geboren werden. Die Hasenmama macht aus Stroh und Heu ein Nest und legt darin alle ihre Babys ab. Außerdem rupft sie sich unmittelbar vor der Geburt am Bauch ganz viele Haare aus und polstert damit als Wärmeschutz ihr Nest aus. Erst nach 9 bzw.10 Tagen öffnen die Jungen Kaninchen dann ihre Augen. Kaninchen sind Nesthocker:

Hasen haben in der Regel längere Ohren und kräftigere Hinterbeine als Kaninchen. Bei den Hasen draußen in freier Natur ist die Entwicklung etwas ander`s. Da Hasen noch natürliche Feinde haben, wie der Fuchs die Eule oder der Habicht und andere Falkenarten werden Hasenbabys voll entwickelt zur Welt gebracht. Nach einer Tragzeit von ca. 42 Tagen kommen die Hasen mit Fell und offenen Augen zur Welt. Hasen sind Nestflüchter, Die Babys werden nur in einer kleinen Erdmulde von ihrer Mama abgelegt. Täglich werden sie dann nur einmal am Tag von ihrer Hasenmutter gesäugt.
Der Hase ist ein Zeichen für Leben und Fruchtbarkeit. Hasen bekommen im Frühjahr sehr viele Junge, das heißt, sie schenken Leben.
Sahen die Menschen früher die Hasenmutter mit ihren Jungen, wussten sie dass der Winter vorbei ist. Jeder kennt ihn als Überbringer der Ostereier, nach denen Kinder zum Frohsinn der Erwachsenen so eifrig suchen. Da jetzt Ostern vor der Tür steht, durften die Schüler dann auch noch leer geblasene Hühnereier bemalen. Auch Farbige Plakate durften nach Herzenslust mit Ostermotiven beklebt und bemalt werden. Um die Eltern zu überraschen wurde sogar Grassamen in kleine Schälchen eingesät. Rechtzeitig zum Osterfest sprießt es dann schön grün in den kleinen Schalen, die die Kinder ganz stolz dann an ihre Eltern verschenken dürfen.
Ob nun Hase oder Kaninchen, diese Antwort konnte auch unser Zuchtfreund Fredi, den Erstklässlern nicht schlüssig beantworten, dafür waren sich aber alle einig, dass es eine gelungene Unterrichtsstunde war.
Deshalb sagen Frau Herkert und Frau Hübsch und natürlich die Erstklässer ihrem Fredi für die nicht alltägliche Schulstunde herzlichen Dank.

 

 

 

 


Aber ob nun Hase oder Kaninchen, wer Tiere liebt, sie schützt und zur Arterhaltung beiträgt, ist ein Vorbild für alle. Werben und Gewinnen von Freunden für dieses schöne Hobby durch Veröffentlichen von Artikeln und Fotos, besonders Besuche von Ausstellungen und Versammlungen, Unterstützung von Jugendgruppen sollte deshalb ein besonderes Ziel sein.

         

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Häschen in der Grube
|: Saß und schlief :|
|: Armes Häschen bist du krank,
Daß du nicht mehr hüpfen kannst :|
Häslein hüpf, Häslein hüpf, Häslein hüpf!

Häschen vor dem Hunde
|: Hüte dich :|
|: Hat gar einen scharfen Zahn,
Daß er dich wochl packen kann :|
Häslein lauf, Häslein lauf, Häslein lauf!



 

 

Rudi der kleine Osterhase



Rudi war noch ganz klein. Zum allerersten Mal durfte er dabei sein, als für das große Osterfest die Eier bemalt wurden. Was es da alles zu tun gab: Die bunten Farben mußten gemischt und umgerührt werden. Unzählige Pinsel in verschiedenen Größen wurden herbeigeschafft und die vielen, vielen Eier wurden von allen Hasen herbeigetragen.
Endlich war alles bereit, um die Eier mit bunten Farben anzumalen. Der kleine Hase war ganz aufgeregt. Schnell nahm er sich Farbe und Pinsel und fing zu malen an. Aber so sehr er sich auch bemühte, es wollte ihm nicht so recht gelingen. Während er sich immer noch mit dem ersten Ei abmühte, hatten die anderen schon Berge davon bemalt. Funkelnd in rot, blau, gelb und grün lagen sie auf der Wiese, um in der Sonne zu trocknen.

Betrübt hielt Rudi inne und überlegte sich, was er machen könnte. Plötzlich hatte er eine Idee. Er legte viele Eier in einer Reihe auf, tauchte erst das eine Pfötchen in die rote, dann das andere in die blaue Farbe und patschte damit auf die weißen Eier. Ohhhh, sah das schön aus! Selbst die erfahrenen Hasen mußten zugeben, dass das ganz besondere Eier waren. Rudi, der kleine Osterhase, war glücklich über seine prächtigen Pfötcheneier, wie er sie nannte, und bis zum Abend hatte er eine stattliche Anzahl davon auf diese ungewöhnliche Weise bemalt.

In der Nacht wurden die Ostereier von den älteren Hasen hinter Büschen und Sträuchern versteckt, wo sie die Kinder am nächsten Morgen suchen und finden sollten.
Rudi, der unbedingt sehen wollte, wie die Kinder auf Eiersuche gingen, versteckte sich schon früh am Ostersonntagmorgen hinter einem großen Busch. Er hörte die Kinder lustig plappern und lachen und sah ihnen bei dem bunten Treiben zu. "Oh, sieht das süüüüüüß aus", rief plötzlich ein kleines Mädchen aus und hielt eines der gefundenen Eier in die Höhe. "Da sind lauter Hasenpfötchenabdrücke drauf", rief sie ganz laut. Sofort war sie von den anderen Kindern umringt und alle bestaunten sie Rudi's Pfötchenei. "Wir wollen auch so ein besonderes Ei haben", riefen sie und stoben auseinander um auf die Suche zu gehen.
Der kleine Rudi war überglücklich, dass den Kindern seine Eier gefielen und hoppelte fröhlich schmunzelnd nach Hause.

von Gisela Kunte


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